Klaus Stirn

Ich betrachte die SoLaWi als ersten Meilenstein einer ökonomischen Transformation in Weingarten. Diese Transformation vollzieht sich an immer mehr Orten weltweit – und sie muss sich vollziehen! Denn die derzeitige Wirtschaftsweise, die auf Konkurrenz und Ausbeutung fußt, führt zwangsläufig in eine ökologische und humanitäre Katastrophe globalen Ausmaßes.

In der SoLaWi beginnen wir mit der Gestaltung einer neuen Welt in der Landwirtschaft. Dies ist in mehrerer Hinsicht naheliegend: Die Landwirtschaft hat einen unmittelbaren Bezug zur Natur, sie erzeugt unsere Nahrung und ist damit die absolute Grundlage unseres (Über-)Lebens. Doch trotz ihrer Bedeutung ist sie in unserer „modernen“ Kultur weitestgehend aus der Wahrnehmung der Menschen verschwunden.

Mit der SoLaWi schaffen wir ein persönliches Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Trendwende und entfalten die Kräfte, sie zu gestalten: Einer Wende hin zu mehr Gemeinschaft und Zusammenhalt, zu echter Selbst- und Mitbestimmung, zu Rücksichtnahme, Empathie und Eingebundensein in Natur und Gesellschaft.