Über Uns

Gutes Gemüse ist eine Initiative von Privatpersonen aus Weingarten und Umgebung. Seit Frühjahr 2014 bauen wir eine „Solidarische Landwirtschaft“ (SoLaWi) auf. Zusammen mit flurkultur – Initiative für nachhaltige Entwicklung e.V. sind wir Teil einer jungen und zielstrebigen Bewegung in Weingarten.

Mit unserem Verein haben wir quasi einen landwirtschaftlichen Betrieb gegründet: Wir finanzieren die Produktion im Voraus und beschäftigen zwei Gärtnerinnen, die nach ökologischen Prinzipien unser Gemüse anpflanzen. Dabei helfen wir selbst tatkräftig mit, ob auf dem Feld, bei der Verteilung der Ernte oder bei der Planung.

Unsere SoLaWi organisiert sich in Arbeitsgruppen (AGs), die sich mit den unterschiedlichen Entwicklungsfeldern beschäftigen. Der Planungskreis wiederum koordiniert die Arbeit in den AGs und repräsentiert die SoLaWi nach außen.

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Der Planungskreis

 

Elisabeth Schüller

Schon seit vielen Jahren beschäftigt mich die heutige Entfremdung unserer Ernährung von der Natur. Nachdem ich mich durch meine Tätigkeit als Kräutergärtnerin immer mehr mit ökologisch sinnvollem Gärtnern und der Nutzung von heimischen Wildkräutern als Nahrungsmittel auseinandersetze, ist es für mich jetzt eine neue Herausforderung, meine Erfahrungen mit dem naturnahen Gärtnern auf den „großen Acker“ umzulegen.

Gleichermaßen spannend und herausfordernd finde ich die Umsetztung mit und durch einen kunterbunten Haufen von aktiven Menschen.

Mein Ziel ist es, die Natur als Vorbild und Partner zu sehen und mit ihr anstatt gegen sie zu arbeiten. Das bedeutet für mich auch: weg von der Selbstverständlichkeit im Konsumverhalten, hin zu einer Dankbarkeit für die Erträge der Erde.


Lena Reichert

Heal the world, make it a better place: Der Erde meinen grünen Fußabdruck zu geben ist mein großes Anliegen. Nachhaltigkeit in jedem Lebensbereich ist hierfür meine Basis. Eine gesunde, ökologische Ernährung ist die Voraussetzung dafür, mir und auch der Umwelt Gutes zu tun. Ich bin die unterstützende Kraft an Elisabeths Seite und mit voller Freude auf dem Feld. Es ist schön zu beobachten, wie die selbst gesetzten Jungpflanzen und Samen aus der Erde sprießen und wachsen.

 

 

 


Dagmar Glatz

Zuerst fanden wir einfach nur die Idee von regionalem und gesundem Gemüse unterstützenswert.

Doch die agrarpolitischen Entwicklungen machen uns mehr und mehr zu kritischen Konsumenten. Vor allem die Frage, was wir gegen die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft, den Verpackungswahn und die damit einhergehende Zerstörung unserer Erde tun können, hat uns beschäftigt.

Die Welt muss nämlich auch für unsere Kinder noch lebenswert sein.

 


 

Ute Mahling

Ich bin ein Leckermäulchen und koche sehr gerne mit frischen und lebendigen Lebensmitteln. Als Heilpraktikerin arbeite ich am liebsten nach den Leitsätzen von Hippokrates: Möge Eure Nahrung Euer Heilmittel sein.

Liebe geht über den Magen. 70-80 % des Immunsystems liegt im Darm. Und somit ist die Wiege der Gesundheit im Darm und ebenso der Ursprung aller Krankheiten. Wir können nur so gesund sein, wie es die Früchte des Ackers sind. Das reicht von der Tellerfüllung über Lebens- und Essgewohnheiten bis zur Lebendigkeit der Humusschicht.

Laut neusten Forschungsergebnissen liegt die Genexpresssion unter 3 %. Das bedeutet dass die Veranlagung zu einer Krankheit zu 97 % in unseren Händen liegt. Medizinisch arbeite ich mit Mikrobiomlenkung und im Garten mit Bakterien zur Bodenregeneration. Das gehört inniglich zusammen. Die Menschheit hat es in 60 Jahren industrieller Landwirtschaft fertig gebracht, die weltweite Humusschicht um die Hälfte verschwinden zu lassen. In der industriellen Medizin haben wir die in uns wohnenden Bakterien in ihrer Artenvielfalt von über 3000 Stämmen auf 700-800 Stämme in der westl. Zivilisation schrumpfen zu lassen.

Deswegen hab ich die SoLaWi gegründet, denn für mich fängt die Gesundheit von Körper Geist und Seele bei einem guten Ackerboden an – zusammen mit einer tragenden Gemeinschaft, die den Boden schützt, wieder aufbaut und zur Nutzung für unsere Kinder fruchtbar hält.

 


 

Bernhard Schneider

Ich als Stadtmensch habe wenig Ahnung von der Landwirtschaft – das möchte ich ändern! Deswegen bin ich nun auch unser Karottenbauer.

 

 

 

 

 

 


Stefan Tittl

Ich engagiere mich in der SoLaWi aus verschiedenen Gründen:

Mir ist es wichtig, dass das Bewusstsein der Menschen dafür, woher Ihre Nahrungsmittel kommen, gestärkt wird. So sollten doch alle wissen, dass die Kühe nicht lila sind und die Äpfel nicht im Supermarkt wachsen.

Der saisonale Anbau hat auch mein Bewusstsein für das Gemüse gestärkt. Es ist für mich toll zu erfahren, welche Gemüsesorten es zu welcher Jahreszeit frisch vom Feld gibt und welche „nur im Supermarkt wachsen“.

Wie auch ich mit der Zeit lernen konnte, gibt es beim Gemüseanbau viele Unterschiede. Für mich ist ein Anbau im ökologischen Sinne wichtig, damit unsere Lebensmittel möglichst schonend und im Einklang mit der Natur erzeugt werden.

Für mich persönlich bedeutet der Einsatz auf dem Feld etwas Positives: an der frischen Luft sein, seine Arbeitskraft für die Gemeinschaft einzubringen und mit eigenen Händen das zu pflegen, was man später auch essen kann.

Es ist ein tolles Gefühl, eine Kartoffel in den Boden zu legen, ab dem 2. Monat eine Pflanze zu pflegen und nach 6 Monaten aus dieser einen Kartoffel wieder viele Kartoffeln zu ernten.

Bei unserer SoLaWi kann sich jeder mit seinen individuellen Stärken und Vorlieben einbringen. In unserer Gemeinschaft findet sich für jeden der richtige Platz.

 


 

Klaus Stirn

Ich betrachte die SoLaWi als ersten Meilenstein einer ökonomischen Transformation in Weingarten. Diese Transformation vollzieht sich an immer mehr Orten weltweit – und sie muss sich vollziehen! Denn die derzeitige Wirtschaftsweise, die auf Konkurrenz und Ausbeutung fußt, führt zwangsläufig in eine ökologische und humanitäre Katastrophe globalen Ausmaßes.

In der SoLaWi beginnen wir mit der Gestaltung einer neuen Welt in der Landwirtschaft. Dies ist in mehrerer Hinsicht naheliegend: Die Landwirtschaft hat einen unmittelbaren Bezug zur Natur, sie erzeugt unsere Nahrung und ist damit die absolute Grundlage unseres (Über-)Lebens. Doch trotz ihrer Bedeutung ist sie in unserer „modernen“ Kultur weitestgehend aus der Wahrnehmung der Menschen verschwunden.

Mit der SoLaWi schaffen wir ein persönliches Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Trendwende und entfalten die Kräfte, sie zu gestalten: Einer Wende hin zu mehr Gemeinschaft und Zusammenhalt, zu echter Selbst- und Mitbestimmung, zu Rücksichtnahme, Empathie und Eingebundensein in Natur und Gesellschaft.